Produktpreis berechnen

Preisgestaltung

Der Preis eines Produkts ist einer der wichtigsten Faktoren, die den Verkauf beeinflussen. Die Preisgestaltung muss deshalb sorgfältig überlegt werden.

Es gibt verschiedene Methoden, den Preis eines Produkts zu berechnen. Die vier etablierten Methoden stellen wir in diesem Artikel vor. Es sind vier unterschiedliche Herangehensweisen, weil der Preis für ein Produkt sehr stark vom Markt abhängig ist. Wenn Sie zum Beispiel Kleidung verkaufen, liegen die Herstellungskosten oft nur bei 10% des Verkaufspreises. Hinzu kommen Kosten für Marketing, Store-Platzierungen und interne Kosten. Kunden sind bereit, für eine Marke extrem hohe Aufschläge zu zahlen. Der Verkaufspreis bei Mode wird daher anhand der Kundennachfrage ermittelt (siehe Gleichgewichtspreis der Nachfrage, weiter unten). Aufschläge von 300% sind bei Mode vollkommen realistisch.

Wenn Sie hingegen Edelmetalle verkaufen, kann der Käufer jederzeit auf einschlägigen Seiten wie https://edelmetall-experte.com nachsehen um den Marktpreis exakt zu bestimmen. Hier wären Aufschläge von 300% niemals durchzusetzen. Im Edelmetall Geschäft sind die Margen daher mit 2% – 5% eher gering. Zur Preiskalkulation werden bei diesen vergleichbaren Produkten deshalb Listen- oder Börsenpreise herangezogen.

Ist das Produkt z.B. individuell in Handarbeit gefertigt, dann besteht eine Möglichkeit darin, den Verkaufspreis anhand von Kostenfaktoren zu bestimmen. Hierbei werden die Materialkosten aber auch Energie, Marketing, Lohnkosten, etc. einbezogen um den Herstellungspreis zu ermitteln. Anschließend folgt ein Gewinnaufschlag. Diese Methode nennt sich „kostenbasierter Ansatz“ und wird im nächsten Absatz erleutert.

 

Wie man den optimalen Preis für sein Produkt findet

Der beste Weg, um den optimalen Preis für Ihr Produkt zu finden, ist es, zunächst einen Blick auf die Konkurrenz zu werfen. Um herauszufinden, was andere Unternehmen für ihre Produkte verlangen, machen Sie es einfach wie Ihre Kunden und werfen einen Blick auf die Preise der Konkurrenz. Diese Recherche dauert nur einige Sekunden und hilft enorm um einen groben Überblick zu erhalten.

Ein weiterer guter Weg, um den optimalen Preis für Ihr Produkt zu finden, ist es, sich selbst einige Fragen zu stellen:

  • Wie viel ist dieses Produkt wert?
  • Wird es in Zukunft mehr oder weniger benötigt?
  • Wie stark ist die Konkurrenz?
  • Was macht mein Produkt so besonders?
  • Gibt es ähnliche Produkte am Markt?

 

Durch Antworten auf diese und ähnliche Fragen können Sie schnell herausfinden, ob Ihr Produkt zu teuer oder zu billig ist. Insbesondere, wenn Sie im Reselling aktiv sind, sind diese Fragen sehr wichtig. So können Sie herausfinden, ob der gewünschte Preis realistisch ist oder nicht.

Der Verkaufspreis – 4 Ansätze

1. Kostenbasierter Ansatz

Der Verkaufspreis eines Produkts wird oft auf der Grundlage der Kosten berechnet. Dieser Ansatz ist einfach zu verstehen und zu berechnen. Die Kosten eines Produkts werden mit einem Gewinnfaktor multipliziert, um den Verkaufspreis zu ermitteln. Zum Beispiel könnte ein Unternehmen seine Produktionskosten x 1,5 nehmen, um den Verkaufspreis zu ermitteln. Dieser Ansatz ist jedoch oft nicht sinnvoll, da die Kosten eines Produkts nicht immer mit dem Preis des Produkts übereinstimmen. Zum Beispiel wird im Lebensmittel Handel Obst und Gemüse manchmal unter Preis verkauft, wenn die Ware verderblich ist und die Entsorgung die einzige Alternative wäre.

2. Wettbewerbsbasierter Ansatz

Ein anderer Weg, um den Verkaufspreis eines Produkts zu bestimmen, ist der wettbewerbsbasierte Ansatz. Dabei wird der Preis des Produkts anhand der Preise der Konkurrenzprodukte festgelegt. Zum Beispiel könnte ein Unternehmen sein Produkt für 10% weniger als die Konkurrenz anbieten, um mehr Kunden anzulocken. Hotels arbeiten manchmal nach diesem Grundsatz um in Preisvergleichen vor der Konkurrenz angezeigt zu werden. Dieser Ansatz ist jedoch oft riskant und kann dazu führen, dass das Unternehmen seinen Gewinn verringert.

 

3. Nachfragebasierter Ansatz

Ein weiterer Weg, um den Verkaufspreis eines Produkts zu bestimmen, ist der nachfragebasierte Ansatz. Hier wird der Preis des Produkts anhand der Nachfrage nach dem Produkt festgelegt. Zum Beispiel könnte ein Unternehmen sein Produkt für 10% mehr anbieten, wenn die Nachfrage hoch ist, und für 10% weniger, wenn die Nachfrage gering ist. Hierfür gibt es nicht nur ein mathematisches Modell, es ist zugleich die Methode, die für den Verkäufer den höchsten Gewinn verspricht. Mehr dazu im nächsten Absatz.

4. Wertbasierter Ansatz

Ein weiterer Weg, um den Verkaufspreis eines Produkts zu bestimmen, ist der wertbasierte Ansatz. Dabei wird der Preis des Produkts anhand des Mehrwerts festgelegt, den das Produkt bietet. Zum Beispiel könnte ein Unternehmen sein Produkt für 10% mehr anbieten, wenn es sich um ein besseres oder hochwertigeres Produkt handelt als die Konkurrenzprodukte. Dieser Ansatz kann jedoch schwierig sein, da es oft schwer ist, den Mehrwert eines Produkts zu bestimmen.

 

Gleichgewichtspreis der Nachfrage

Der Gleichgewichtspreis ist der Preis, bei dem sich die Nachfrage und das Angebot treffen. Dieser Preis wird durch die Interaktion von Käufern und Verkäufern auf dem Markt bestimmt. Die Nachfragekurve zeigt an, wie viel ein Käufer bereit ist, für ein Produkt zu zahlen, während die Angebotskurve zeigt, wie viel ein Verkäufer für ein Produkt verlangen kann. Wenn der Preis niedrig ist, wird mehr Nachfrage bestehen und die Preise werden steigen. Wenn der Preis hoch ist, wird mehr Angebot bestehen und die Preise werden fallen. Der Gleichgewichtspreis ist der Preis, bei dem sich die Nachfrage und das Angebot gleichen.

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